Um den individuell optimalen Therapieerfolg erreichen zu können, müssen die wechselseitigen Effekte von Ernährungs- und Arzneimitteltherapie sorgfältig berücksichtigt werden [10]. Dies ist immer eine Herausforderung, sie hat aber vor allem bei Seniorinnen und Senioren eine besondere Bedeutung: In dieser Lebensphase kommt es häufig zum Zusammentreffen von reduziertem Ernährungsstatus (Mangelernährung, Sarkopenie), Multimorbidität und Polypharmazie, also der Anwendung von mehr als fünf verschiedenen Arzneimitteln [13]. Damit steigt das Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen („Nebenwirkungen“), die sich ungünstig auf den Ernährungszustand und die Lebensqualität der Betroffenen auswirken. In dieser Konstellation ist die interprofessionelle Kommunikation zur optimalen Abstimmung von Arzneimittel- und Ernährungstherapie essenziell.